15. März 2010

Toni ist Mama | Tagebuch Teil 2

paul_layla

Vor ein paar Wochen schrieb ich den ersten Teil unseres Tagebuches. Ich werde versuchen die restlichen 3 Tage in der Charité-Mitte zusammen zu fassen und starte auch gleich mit den letzten Minuten aus Tag 1.

Tagebuch Teil 2 | Der Tag danach, 07.02.2010
Nachdem Toni & Layla auf die Geburtenstation, im Bettenhaus, der Charité-Mitte gebracht wurden, bin ich am Morgen des 07.02.2010, pünktlich 3:10 Uhr aus der Charité raus und zu Tonis Eltern gefahren… Dort angekommen, haben mich Ihre Eltern in den Arm genommen und sich extrem gefreut, dass das alles mit der Geburt gut gegangen ist und sie einige Stunden zuvor Oma & Opa geworden sind. :)

Ist klar was dann passierte :)
Erzählen was das Zeug hält. Wie hat sich was, wann abgespielt usw…
Die Erzählung ging letztlich gesehen bis 2 Flaschen nach Rotwein – ähm ich meine bis morgens um 7:00 Uhr oder so… Nun das “Problem” dabei. Ich selber habe schon über 1 Jahr lang kein Rotwein mehr getrunken, während Tonis Schwangerschaft, sogar fairer Weise gänzlich auf Alkohol verzichtet… Ihr könnt Euch somit sicherlich vorstellen wie es mir einige Stunden später ging, als ich dann wieder aufgestanden bin ;)

Nicht desto trotz, ich stand auf, war sau Happy das ich Papa einer wundervollen Tochter bin und fuhr dann mit Tonis Eltern in die Charité-Mitte um meine beiden Damen zu besuchen. Toni erzählte mir das sie die Nacht so gut wie garnicht geschlafen hat, weil sie erstmal realisieren musste was in den letzten 24 Stunden alles passiert ist und das sie Ihre Tochter nicht aus den Augen lassen konnte. “Es ist wie Kino”, sagte sie. “Man ist müde, kann aber nicht schlafen, weil man immer wieder neue Sachen an ihr sieht und sich übelst darüber freut was sie denn schon von Ihrer Umwelt mitkriegt…”

Nachdem Tonis Eltern, Tonis Schwester sowie Ihr Schwager gegangen sind, habe ich mir erstmal eine Hebamme geschnappt und mir zeigen lassen, wie man denn überhaupt so ein neugeborenes wickelt. Das war lustig, muss ich gestehen, weil ich anfangs Berührungsängste hatte und dachte das man das kleine Lebewesen “kaputt” macht. Aber Übung macht bekanntlich den Meister und so kam ich, als meine Mama und mein Onkel zu besuch waren, auch gleich in den Genuss das erste Mal selber zu wickeln. Ich glaube das hat über 30 Minuten gedauert. Da musste ich feststellen dass das doch garnicht so einfach ist, wenn sich die Kleine bewegt und gerade versucht die Welt zu entdecken. Aber irgendwie habe ich es hinbekommen und mitlerweile Wickel ich Layla förmlich im Schlaf – Macht Euch keine Vorwürfe wenn das nicht gleich klappt. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Ebenso stehen Euch die Hebammen in der Charité-Mitte rund um die Uhr zur Verfügung und helfen einem wirklich gut, wenn man auch noch so “dämliche” Fragen stellt…

Der Tag klang dann recht gemütlich aus und wir haben Stundenlang unserer Tochter beim schlafen zugeguckt und uns einfach tierisch gefreut… :)

So gegen 21:30 Uhr ( Besuchszeit bis 21:00 Uhr ) fuhr ich nach Hause und war schon, wie ein Tag zuvor, der glücklichste Mensch der Welt.

Tagebuch Teil 2 | Tag 2, 08.02.2010
Heute sollte ein toller Tag werden…
Toni erholte sich langsam aber sicher von Ihrem operativem Eingriff am Tag der Geburt und wagte die ersten Schritte, raus aus Ihrem Bett. So richtig ging es zwar noch nicht, aber wir beschlossen den ersten gemeinsamen Spaziergang mit unserer Tochter im Gang der Geburtenstation 120k zu unternehmen :)

Am Nachmittag kam dann eine Fotografin zu besuch die von Layla professionelle Bilder machen wollte und Sie fragte uns ob wir daran teilhaben wollen. Toni war leider noch nicht sooo gut zu Fuss, das sie das “Shooting” stehend durchhalten könne und so gingen Layla und ich alleine in das Wickelzimmer rüber. Während die Fotografin einen Wickeltisch zu einem Fotostudio umbaute war ich mehr als erstaunt über die Kamera die Frau Schwarz mit sich führte… Layla war das alles irgendwie egal, sie schlief tief und fest. Das war letztlich gesehen auch von Vorteil, da so alle Positionen und Bilder in Windeseile erledigt waren.
Ich quatschte dann noch eine halbe Ewigkeit mit der Fotografin und Sie erklärte mir wie man denn dazu kommt, Babys zu fotografieren… Nach dem Shooting gingen wir wieder rüber in das Zimmer und wir vereinbarten einen Termin, wann wir die Bilder abholen können.

Es folgten weitere Besuche von Freunden und weitere Teile der Familie… :)

Tagebuch Teil 2 | Tag 3, 09.02.2010
Die Nacht vom 8. zum 9.Februar sollte für Toni nicht die Schönste werden…
Toni wurde geweckt von Schüttelfrost und Fieberattacken. Sie holte eine Hebamme in den Raum die Ihr daraufhin eine Paracetamol gab und Layla mit in ein Schlafzimmer für Babys nahm.

Fakt war, das bei Toni die “richtige” Milch eingeschossen ist, und es schon manchmal vorkommen kann, das man zu dieser Zeit Fieberattacken, Schwindel und Schüttelfrost bekommt. Das war bei Ihr der Fall und somit war es die dritte Nacht die Toni nicht wirklich geschlafen hat.

Aber voll motiviert, das es heute nach Hause geht, war Toni am Morgen froher Dinge und Sie hat die Nacht mehr oder weniger Schlaflos hinter sich gelassen…

Pünktlich um 9:00 Uhr stand ich also wieder auf der Matte und es folgte als Erstes die U2 unserer Kleinen Tochter. Die Untersuchung verlief wie im Bilderbuch und alle Funktionalitäten die das Kind haben soll bzw. sollte sind vorhanden – somit war dann 100%ig klar das es wirklich nach Hause geht und ich die Wohnung als Papa mit Frau und Kind wieder betreten werden. Ein wahnsinns Gefühl was mir da durch den Kopf schoss.

Die beiden Kinderärzte die die Untersuchung machten, klärten uns anschließend noch über Risiken und Gefahren auf, auf die man achten sollten, damit kein plötzlicher Kindestod eintritt bzw. man dieses Risiko vermindert.

Nachdem alles fertig war, ging es an das Klamotten zusammen suchen und packen.
Das hat gefühlte 5 Stunden gedauert, da wir SO viel Zeug mit hatten, als wenn wir bzw. Toni 14 Tagen hier bleiben müssen. Aber Sie hatte zumindest die Auswahl an Klamotten immer dabei :)

Nun konnte es losgehen. Wir sind nochmal schnell in die 2.Etage gefahren, haben uns ganz lieb bei den Hebammen der Charité-Mitte bedankt, die einen wirklich grandiosen Job gemacht haben, und sind ins Auto gestiegen um dann endlich die Heimreise anzutreten.

:::: coming Home ::::

Danke
Zum Abschluss unserer “Reise”, möchte ich mich, auch im Namen meiner Freundin “Toni” bei allen bedanken die uns in dieser Zeit zur Seite standen.

  • Angefangen natürlich bei unserer Familie – die immer ein offenes Ohr hatte und uns bei noch so bernalen Fragen zur Seite stand.
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  • Bei unseren Freunden – die ebenfalls immer da waren und uns den Humor zurück gaben wenn es mal schwere Minuten und Stunden gab
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  • Bei Seracell – Ihr habt uns die Möglichkeit gegeben das hier zu tun, und uns mit eurer Dienstleistung ein Gefühl von Sicherheit und der damit verbundenen Gesundheit gegenüber unserer Tochter gegeben!!!
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  • Nochmals bei den Hebammen der Charité-Mitte – Ich weiß langsam nicht mehr wie ich Euch loben soll :) Einfach Wahnsinn, was Ihr dort jeden Tag leistet und wie Ihr am 06.02.2010 gearbeitet habt – Riesen DANK!!!!!
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  • Schlussendlich möchte ich mich noch bei der Fotografin bedanken, die mir ebenfalls wirklich SEHR gut im Gedächtnis geblieben ist. Sie hat die ersten tollen Bilder gemacht, die man so nie wieder machen kann :)

 

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