Nun sind es nur noch noch genau 7 Tage bis zum errechneten Geburtstermin.
Der derzeitige Stand der Schwangerschaft: ICH KANN NICH MEHR!
Ich hatte wirklich fest damit gerechnet, dass sie früher kommt aber ganz offensichtlich gefällt es ihr ganz gut bei Mama im Bauch.
Meine Frauenärztin hatte mich darum gebeten bis zum Termin durchzuhalten, weil die kleine wirklich klein ist. Sie schätzt, dass sie zum Termin grad mal die 3000g-Marke erreichen wird. In diesem Sinne ist es für unsere Tochter natürlich das Beste, wenn ich noch eine Woche durchhalte.
Das klingt für außenstehende sicherlich merkwürdig wegen einer Woche solch ein Fass aufzumachen, aber schon die letzten 2 kamen mir länger vor als die gesamten 9 Monate!
Ich freue mich wirklich wahnsinnig auf meine Tochter!
Aber ich freue mich auch darauf wieder in unter 10 Minuten von der Couch zur Toilette zu kommen und darauf wieder mehr als 2 Stunden am Stück schlafen zu können und überhaupt darauf schmerzfrei zu sein. Ich wünsche mir regelrecht die ersten 3 Monate zurück, wo mir permanent übel war
Im Prinzip ging es mir nur zwischen dem 4. und 5. Monat richtig gut.
Sobald ich nicht mehr arbeiten ging war´s vorbei. Denn auch die viele Zeit macht einen wahnsinnig, wenn man nicht im Stande ist irgendetwas produktives zu tun.
Mittlerweile glänzt unsere Wohnung bis in die letzte Pore, die Klinik-Tasche ist gepackt, nun schon zum 3. mal und selbst das Kinderzimmer wurde auch schon diverse male umgeräumt.

Das deprimierende ist auch, dass einem niemand Glauben schenkt.
Denn man ist ja schwanger und das ist doch eine wundervolle Zeit und ich sollte doch sooo glücklich sein. In Wirklichkeit schleppt man sich nur noch durch die Gegend, gerade zum Ende der Schwangerschaft. Meine Theorie ist, dass das von der Natur so eingerichtet wurde um die Geburt zu vereinfachen. Ich zumindest würde mittlerweile jeden Schmerz in kauf nehmen
Neben dem ganzen "rumgejammer" darf man aber eines nicht vergessen:
Seit Ca der 20. SSW spüre ich meine Tochter im Bauch und merke und sehe wie sie wächst und gedeiht. Und dieses Gefühl kann man nicht in Worte fassen! Es ist tatsächlich so, dass einen das so glücklich macht, dass man die Schmerzen in diesem Moment vergisst. Mit der Geburt wird sich das wahrscheinlich ähnlich verhalten. Wenn ich meine Tochter erst im Arm halte wird alles vergessen sein, dessen bin ich mir sicher.
Im Großen und Ganzen hatte ich trotzallem wirklich Glück mit meinem Schwangerschaftsverlauf! Meine Tochter ist gesund sofern man das von außen beurteilen kann. Ich bin gesund, bis auf den Rücken und meinen ewigen Eisenmangel. Aber das sind alles medizinisch unbedenkliche Sachen. Es gibt Frauen die müssen ab dem 4. Monat nur noch liegen und die haben wirklich Grund zur Klage! Wie dem auch sei, ich habe es fast geschafft und das sollte derzeit im Vordergrund stehen!
Eine Sache möchte ich aber unbedingt noch geschrieben haben bevor ich dann hoffentlich bald den Geburtsbericht verfasse.
Ich lese gern in verschiedenen Internet-Foren rum und dort lese ich auch, dass es anderen Frauen genauso geht wie mir oder auch besser bzw schlechter. Das ist sehr beruhigend, denn in meinem direkten Umfeld bin ich die einzige Schwangere – Einer muss ja den Anfang machen
Worüber ich aber selten lese sind die Männer hinter den Frauen.
Ich möchte an dieser Stelle unbedingt schreiben, dass ich die ganze Schwangerschaft ohne meinen Mann niemals durchgestanden hätte! Es wird ja oft vergessen, das die Männer auch ein ganzes Stück Arbeit leisten. Zumindest ist es bei uns der Fall. Er geht einkaufen, erledigt die schwereren Dinge des Haushaltes, besorgt mir abends um neun noch eine Schwarzwälderkirsch Rolle oder früh um zwei einen Schokoriegel, geht arbeiten und bemüht sich gleichzeitig immer da zu sein, zieht mir seit neuesten die Schuhe an
usw.
Er hat geduldig meinen seltsamen hormonell bedingten Gefühlsausbrüchen gelauscht und ist auf mich eingegangen. (Und ich muss wirklich gestehen das einige von diesen Ausbrüchen absolut hirnrissig waren!) Er ist mir eine unersetzbare emotionale Stütze.
Wir haben gemeinsam die ersten Bewegungen unserer Tochter erlebt und werden auch gemeinsam die Geburt erleben. Für das alles bin ich ihm unglaublich dankbar! Denn ich weiß auch, dass es nicht selbstverständlich ist jemanden an seiner Seite zu haben der so bedingungslos für einen da ist auch wenn´s einem schlecht geht. Und es macht mich sehr glücklich, dass sich meine Entscheidung mit genau ihm Kinder in die Welt zu setzen mit jedem Tag noch mehr bestätigt!
Ich bin mir sicher, dass wir gute Eltern werden.
Jetzt fehlt nur noch unsere Tochter außerhalb meines Bauches…



Kommentar by Opa — 2. Februar 2010 @ 15:39
Der Opa besuchte mit seinem schwangeren Töchterchen Antonia im Spätherbst des vergangenen Jahres ein Violinenkonzert im Konzerthaus Berlin.
Die Plätze im kleinen Konzertsaal waren gut gewählt, denn an der Seitenwand des
Raumes wurden zwei separate bequeme Sessel-Sitzplätze gebucht, die genügend Beinfreiheit ermöglichten.
Ein rumänischer Soloviolonist spielte in Begleitung eines Pianisten Werke von Brahms und Enscu.
Tonis Lieblings Instrument ist die Violine.Der Solist begann sein Konzert mit der beruhigenden Musik von Brahms und das kleine Kind im Bauch der Mutter hörte offensichtlich andächtig zu, denn ich durfte meine Hand auf den gewölbten Leib meiner Tochter legen und spürte die Ruhe meiner Enkeltochter.
Jedoch als die etwas rasantere Musik von Enescu erklang, wurde die Kleine sehr beweglich. Das war für uns ein schönes Erlebnis.
Ich erinnerte mich dabei an einen gemeinsamen Konzertbesuch mit meiner schwangeren Frau, der Oma, die damals Antonia im Leib trug.
Damals fühlten wir auch die Bewegungen unserer Tochter während des Konzertes.
Es war ein Symphoniekonzert u. a. auch mit der Musik von Beethoven.
Heute würde ich schwangeren Muttis aber empfehlen, doch besser kleinere Kammerkonzerte in bequemen Sesseln zu besuchen.
Ein schönes Konzert kann für eine werdende Mutter ein interessantes Erlebnis sein.Wenn es beiden unangenehm wird oder zu lange dauert, wird es keiner
der Schwangeren verübeln, wenn sie vorzeitig den Konzertsaal verlässt.
Jedoch ein Versuch lohnt sich – so wie wir es erlebt haben.
Es grüsst der erwartungsvolle Opa
Kommentar by BärbelSchmuck — 30. März 2010 @ 22:49
Liebe kleine Familie, liebe Freunde von Toni und Paule, leider habe ich erst heute, am 20. März 2010, von meinem Sohn, Onkel Stephan, von diesem wunderbaren Tagebuch gehört, und melde mich gleich zu Wort. Ich muß nicht mehr gratulieren, wir haben uns schon zur genüge gefreut. Für alle Fremden, ich bin die knapp 71jährige Uroma und habe recht viel für das gute Gelingen dieses wunderbaren Papas und wunderbaren Menschen beigetragen. Wir haben auch einen Uropa, der wird 73 und ist auch an allem immer beteiligt. Nur mit dem Computer hat er sich schon vor Jahren gezankt, das obliegt mir allein. Wir haben unser Großelterndasein mit allen Fasern unseres Herzens genossen, es war schön, einfach nur schön. Paule, ich möchte Dir noch einmal danken, dass ich die erste war, die Du nach der erfolgreichen Entbindung unterrichtet hast. Das hat mir sehr viel bedeutet. Wir haben ein besonderes Verhältnis zueinander und das war das Sahnehäubchen. Wir haben vor Glück beide so schön geweint und es ist auch sehr schön, dass Du weinen kannst und Du bist weiß Gott kein Weichei (aber ein Muttiküsser). Als Du mir von der Schwangerschaft erzählt hast, war ich fast wahnsinnig vor Glück. Das ist doch die Erfüllung des Lebens, so geht immer alles weiter, dafür lohnt es sich zu leben. Das ist die Erfüllung des Lebens, wenn einem so ein kleines Lebewesen in den Arm gelegt wird.Danke Euch!
Hier mache ich erst einmal Schluß, in den nächsten Tagen kommt der nächste Teil.
Tschüss und liebe Grüße
Kommentar by paul — 3. April 2010 @ 00:18
Ach Oma…, was soll ich dazu noch sagen – ausser Danke für den Kommentar
Werde diesen Tag NIE vergessen!!!