Im Nabelschnurblut ist eine erhebliche Anzahl junger Stammzellen enthalten, die noch nicht auf ein bestimmtes Gewebe festgelegt sind. Zudem können sie sich in unterschiedliche Zelltypen des Körpers differenzieren. Stammzellen aus Nabelschnurblut haben eine besonders hohe Teilungsfähigkeit und sind unbelastet von Umwelteinflüssen.
Ein wissenschaftlicher Durchbruch bei Stammzellen aus Nabelschnurblut ist Wissenschaftlern der Medizinischen Hochschule Hannover und der Universität in Barcelona in 2009 gelungen. Durch die Einschleusung von vier Genen in Zellen des menschlichen Nabelschnurblutes konnten so genannte induzierte pluripotente Stammzellen (iPS-Zellen) gewonnen werden. Diese können sich zu allen Zellen des Körpers weiterentwickeln. Somit sind diese Stammzellen Hoffnungsträger für zukünftige Therapien. Bereits in zehn bis fünfzehn Jahren erwarten Wissenschaftler der Medizinischen Hochschule Hannover konkrete Anwendungsmöglichkeiten für iPS-Zellen aus Nabelschnurblut.
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