Wann darf Nabelschnurblut nicht entnommen bzw. eingelagert werden?

Letztendlich entscheidet der behandelnde Arzt oder die Hebamme über die Entnahme des Nabelschnurblutes zum Zeitpunkt der Geburt. Im Regelfall darf Nabelschnurblut nicht bei schweren Komplikationen im Laufe der Schwangerschaft, des Geburtsvorgangs, bei Frühgeburten vor dem siebten Monat und bei schweren Infektionskrankheiten der Mutter entnommen werden. Bei Gefahr für Mutter oder Kind erfolgt ebenfalls keine Nabelschnurblutentnahme.

Bei Vorliegen seltener, schwerer Infektionserkrankungen darf kein Nabelschnurblut eingelagert werden. Dabei handelt es sich z. B. um HIV/AIDS, Hepatitis B, Hepatitis C (Leberentzündung) und Syphilis. Bei einer Hepatitis B kann ggf. eine Einlagerung erfolgen, wenn sie komplett ausgeheilt und ein ausreichender Antikörpertiter vorhanden ist. Bei einer bekannten abgelaufenen Hepatitis B Infektion sollte daher im Vorfeld der Antikörperstatus durch z. B. den Hausarzt festgestellt werden.

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