Welche Krankheiten kann man heute konkret mit Nabelschnurblut-Stammzellen behandeln?

Wir empfehlen die Einlagerung von Nabelschnurblut besonders als Vorsorge für einen etwaigen späteren Einsatz im Rahmen der Regenerativen Medizin.
Ausgefallene oder geschwächte Funktionen von Organen oder Geweben des Körpers könnten durch den Einsatz von Stammzellen unterstützt oder ersetzt werden. Gerade bei degenerativen Erkrankungen sind damit neue Therapien in Sicht.
Nabelschnurblut wurde Ende der 80er Jahre als Stammzellquelle identifiziert und wird erst seit den 90er Jahren eingelagert. Daher stehen für heute erkrankte jugendliche oder erwachsene Patienten meist noch keine körpereigenen Nabelschnurblut-Stammzellen zur Verfügung.
Erste Behandlungsversuche bzw. klinische Studien mit Stammzellen aus Nabelschnurblut werden z. B. bei Diabetes Typ 1 bei Kindern und Jugendlichen durchgeführt sowie bei Lähmungen von Kleinkindern, die als Folge von Hirnschädigungen durch Sauerstoffmangel aufgetreten sind.
Gegenstand sehr intensiver Forschung sind u. a. folgende Gebiete:

  • angeborene Herzerkrankungen (die Entwicklung mitwachsender Herzklappen)
  • neurologische Erkrankungen (z. B. Rückenmarksverletzungen, Schädel-Hirn-Trauma, Parkinson, Schlaganfall)
  • Ersatz von Haut-, Knochen- und Knorpelgewebe

Ein großer Durchbruch ist Wissenschaftlern der Medizinischen Hochschule Hannover und der Universität in Barcelona in 2009 gelungen. Durch die Einschleusung von vier Genen in Zellen des menschlichen Nabelschnurblutes konnten sogenannte induzierte pluripotente Stammzellen (iPS-Zellen) gewonnen werden. Diese können sich zu allen Zellen des Körpers weiterentwickeln. Somit sind diese Stammzellen Hoffnungsträger für zukünftige Therapien. Bereits in zehn bis fünfzehn Jahren erwarten Wissenschaftler der Medizinischen Hochschule Hannover konkrete Anwendungsmöglichkeiten für iPS-Zellen aus Nabelschnurblut.
Seracell kann Ihnen natürlich nicht versprechen, welche der genannten Anwendungen zukünftig möglich sein werden und wann dies der Fall sein wird. Die Regenerative Medizin macht jedoch rasante Fortschritte und die Forschung im Bereich der Stammzellen wird weltweit immer weiter ausgebaut.
Ein Beispiel zur Verdeutlichung: Kaum jemand hätte in den 60er Jahren gedacht, dass Stammzelltransplantationen überhaupt einmal möglich werden. Heute retten sie Menschen das Leben, die bspw. an Leukämie erkrankt sind, wobei es sich in diesen Fällen i. d. R. um gespendete Stammzellen handelt.

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