Zum Stichwort Spende: Worin unterscheidet sich eine öffentliche von einer privaten Nabelschnurblutbank?

Es gibt einen wesentlichen Unterschied zwischen öffentlichen und privaten Nabelschnurblutbanken: Während die öffentlichen Banken, die sich durch Spenden und öffentliche Gelder finanzieren, die Stammzelleinlagerungen der Allgemeinheit zur Verfügung stellen, lagern private Stammzellbanken die Stammzellen für eine spätere eigene, d.h. private Verwendung ein.

Bei einer (kostenlosen) Spende an eine öffentliche Nabelschnurblutbank hat man später keinen Zugriff auf die Stammzellen seines Kindes, da diese die Stammzelltransplantate im Bedarfsfall an fremde Patienten weitergeben.
Bei einer (kostenpflichtigen) Einlagerung in einer privaten Nabelschnurblutbank stehen den Eltern die Stammzellen ihres Kindes jederzeit zur Verfügung. Später, als Erwachsener, kann es dann selbst über die eingelagerten Stammzellen verfügen.

Die Kosten für eine private Einlagerung müssen von den Eltern selbst getragen werden. Es gibt jedoch bereits einige Krankenkassen, die den Eltern bei einer Einlagerung einen Zuschuss gewähren.
Anders als bei fremden (z. B. öffentlich gespendeten) Stammzellen werden die eigenen Stammzellen und die daraus entstandenen neuen Zellen optimal vom Körper vertragen und lösen keine Abstoßungsreaktionen aus.
Eine Ausnahme ist die Behandlung von Leukämien. Hier greift man bevorzugt auf einen „passenden“ fremden Stammzellspender z. B. aus der Familie zurück, da eine geringe gewünschte Abstoßungsreaktion gegen die Leukämiezellen therapeutisch genutzt wird.

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